Blamiert: Berliner Senat will das öffentliche Toilettensystem neu organisieren

Unglaublich: Das weitgehend problemfrei funktionierende öffentliche Toilettensystem Berlins soll neu organisiert werden. Da schütteln nicht nur Berliner und Touristen ihre Köpfe, auch die Fachleute wundern sich, denn das Berliner Toilettensystem gilt international als vorbildlich.

Die Wall GmbH betreibt in Berlin 250 öffentliche WCs und darf dafür an den Toiletten und auf Plakatflächen werben. Letzteres passt dem neuen Senat nicht: Nach einer Neuausschreibung wird es keine Kopplung von Toiletten und Werbung mehr geben. „Wenn dieses Geschäftsmodell getrennt wird, heißt das, dass wir in Zukunft nicht mehr als Toilettenbetreiber zur Verfügung stehen“, erklärt Wall-Geschäftsführer Patrick Möller.

Dabei gilt Walls Toilettensystem als mustergültig: geräumige WCs, rund um die Uhr nutzbar, barrierefrei. 50 Mitarbeiter reinigen die Toiletten vier Mal täglich. Dieses Konzept überzeugt international: Paris und Stockholm wurden mit Walls Toiletten ausgestattet. Und Berlin soll da jetzt aussteigen? Übrigens auf Kosten der Steuerzahler: 130 Millionen Euro will der Senat für öffentliche Toilettenanlagen bereitstellen. (red)

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