Berlins Start-up Boom nimmt nicht ab

Die aktuelle Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 450 deutschen Start-ups zeigt, warum genau Berlin das Start-up-Mekka für junge Unternehmer ist.

Jedes sechste Start-up in Deutschland kommt aus Berlin. Nicht nur werden der exzellente Zugang zu finanziellen Mitteln als Gründe genannt, sondern auch sogenannte Business Angels, also Geldgeber, die bereits in einem frühen Stadium in Geschäftsideen investieren. 46 Prozent der Berliner Start-ups bewerten den Zugang zu finanziellen Mitteln als „sehr gut“.

Nichtsdestotrotz, fast acht von zehn Gründern investieren Eigenkapital in ihr Start-up. Jeder Fünfte nutzt ausschließlich Fremdkapital. Doch auch im realen Leben geht es manchmal wie in „Der Höhle der Löwen“ zu: Laut PwC hat die Hälfte der Unternehmensgründer, die auf Fremdkapital angewiesen waren, Schwierigkeiten den Kapitalgeber von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen. Daher suchen sich drei Viertel der Start-ups einen Kooperationspartner, der nicht nur fehlendes Know-how ergänzt, sondern zudem eine beratende Funktion einnimmt.

Knapp zwei Drittel der Start-up-Chefs erwarten für 2017 ein Umsatzwachstum von durchschnittlich zwölf Prozent. Hauptmotiv der Berliner Start-up-Gründer ist jedoch der Wunsch, die eigene Geschäftsidee zu verwirklichen. Jedoch gründen ein Fünftel der Unternehmer ihr Start-up mit der Absicht, es später lukrativ wieder zu verkaufen.

In der Hauptstadt ist vorerst kein Ende des Start-up-Booms in Sicht, denn grundsätzlich profitieren Neugründer von Berlins jahrelanger Start-up-Erfahrung. Auch wenn Städte wie Hamburg und Frankfurt langsam aufholen, so zieht das hippe und offene Image Berlins immer noch die meisten Menschen an. Ebenso wie die Möglichkeiten zu Austausch, Vernetzung und die digitale Infrastruktur. (mg)

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