Berliner Regisseurin Maren Ade: „Toni Erdmann“ für Oscar nominiert

Die Oscar-Akademie hat die Nominierungen für die wichtigsten Preise der Filmbranche bekannt gegeben und die deutsche Produktion „Toni Erdmann“ der Berliner Regisseurin Maren Ade als besten nicht englischsprachigen Film nominiert.

Der Film von Maren Ade ist einer von fünf Filmen, die in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film Chancen auf einen Oscar haben. 

Die gebürtige Karlsruherin Maren Ade, die in Berlin lebt, hat fast fünf Jahre an „Toni Erdmann“ gearbeitet. Die Tragikomödie ist einer von fünf Anwärtern in der Sparte „nicht-englischsprachiger Film“. Dazu gehören auch „Ein Mann namens Ove“ (Schweden), „The Salesman“ (Iran) und „Tanna“ (Australien).

Bei der Vergabe der Golden Globes im Januar ging „Toni Erdmann“ leer aus. Auch hier war die berührende Vater-Tochter-Geschichte als bester fremdsprachiger Film nominiert. Die Golden-Globe-Awards sind nach den Oscars die zweitwichtigste Auszeichnung in Hollywood und gelten als Stimmungsbarometer für die Academy Awards. Im Dezember hatte der Film die Verleihung des Europäischen Filmpreises dominiert: Neben der Auszeichnung für den besten Film erhielt Maren Ade die Preise für die beste Regie und das beste Drehbuch. Sandra Hüller und Peter Simonischek wurden als beste Darsteller ausgezeichnet.

Der letzte deutsche Film, der in dieser Kategorie nominiert wurde, war im Jahr 2010 „Das weiße Band“ von Michael Haneke. Der letzte deutsche Gewinner des Auslands-Oscar liegt sogar noch weiter zurück: 2007 holte Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Stasi-Film „Das Leben der Anderen“ die Trophäe nach Deutschland.

Die Oscars werden am 26. Februar in Los Angeles zum 89. Mal verliehen (ak).

 

Bildquelle: flickr.com

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