Haus und Grund: Private Eigentümer erkennen den Berliner Mietspiegel 2017 nicht an

Der Verband der privaten Eigentümer Haus & Grund Berlin erkennt den Mietspiegel 2017 nicht als „qualifiziert“ an und kritisiert die Aussagen von Mietervereinen und Teilen der Politik in der Mieten-Diskussion. Anlässlich der Vorstellung des Mietspiegels durch Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher bemängelt der Vorsitzende des Landesverbands von Haus & Grund, Carsten Brückner, das Zustandekommen des Zahlenwerks. „Lediglich 75 Prozent der erhobenen Daten haben Berücksichtung gefunden“, so Brückner, „das führt zu einem Bild das nicht der Wirklichkeit entspricht, um das Mietniveau künstlich zu senken.“ Außerdem spricht sich Brückner gegen den Wegfall der wohnwerterhöhenden Eigenschaften aus: „Wenn eine Wohnung besser ausgestattet ist, kann sie nicht den gleichen Kriterien unterliegen wie eine schlechtere.“ Auch diese Entscheidung sei politisch motiviert und schaffe wirtschaftliche Nachteile für Vermieter.

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, hatte den neuen Berliner Mietspiegel 2017 heute vorgestellt. Der Mietspiegel wird aller zwei Jahre durch die Arbeitsgruppe Mietspiegel unter Vorsitz der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen erstellt und ist relevant für knapp 1,4 Millionen nicht preisgebundene Wohnungen. In ihm sind Aussagen zu üblicherweise gezahlten Mieten enthalten. Die abgebildeten Mieten sind gegenüber dem letzten Berliner Mietspiegel 2015 jährlich um 4,6 Prozent gestiegen. Das sind rd. 28 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Die gewichtete Durchschnittsmiete nettokalt liegt jetzt bei 6,39 €/m² monatlich im Vergleich zum Mietspiegel 2015 mit 5,84 €/m². (red)

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