Berliner im Glücksspielrausch – Doch wie lange noch?

„Jeden Tag versenken die Berliner 600.000 Euro in Spielautomaten“, erklärt Daniel Buchholz, Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus.

„Im Jahr 2016 ist die Zahl der Spielhallen in Berlin so stark gesunken wie noch nie. Im Laufe des Jahres 2016 mussten 38 Spielhallen dichtmachen, insgesamt reduzierte sich die Zahl von 535 auf 497. Das ist eine sehr gute Nachricht für die Berliner Kieze und hilft uns im Kampf gegen die Spielsucht!“

Doch nicht nur die Schätzung von Experten, nach der in Berlin von den ursprünglich fast 600 Hallen nur deutlich weniger als die Hälfte übrig bleiben wird, ist ausschlaggebend. Auch hat Berlin das strengste Spielhallengesetz Deutschlands aufgrund einer Initiative der SPD Fraktion. So müssen die meisten Automatenstandorte in Kürze nach fünf Jahren Übergangsfrist schließen.

Die Steuereinnahmen sind jedoch trotz des Rückgangs bei Spielhallen und Spielautomaten angestiegen. Hierfür liefert das LKA eine schlüssige Erklärung: Die regelmäßigen Razzien in Berlin zeigen Wirkung und die Spielhallenbetreiber versteuern zunehmend ihre vormals illegalen Umsätze.

Der Senat steht in diesem Thema gleich zweifach im Verzug, denn seit genau einem Jahr gibt es in Berlin den Gesetzesauftrag für eine zentrale Sperrdatei, sie existiert jedoch immer noch nicht. (saa)

Bildquelle: wikipedia

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