Berliner Erklärung 2017: Frauenverbände fordern Frauenquote für alle Unternehmen

Ein Bündnis von 16 Frauenverbänden hat die Frauenquote für alle Unternehmensformen in Deutschland gefordert. In einem gemeinsamen Appell zur Bundestagswahl mahnen die Verbände auch wirksame Sanktionsmöglichkeiten an. „Die Gleichberechtigung von Frauen in Arbeitswelt und Gesellschaft kommt zu langsam und nicht entschieden genug voran“, schreiben die Verbände in ihrer „Berliner Erklärung 2017“. Darin fordern sie die bisher für börsennotierte Unternehmen geltende Frauenquote von 30 Prozent auf alle Unternehmen auszuweiten. Zudem müsse sie für die Vorstände und die beiden darunterliegenden Führungsebenen gelten. Die Überwachung der Lohngleichheit von Männern und Frauen solle weiterentwickelt werden. Alle Regierungsressorts müssten sich „entsprechend qualifizieren und strukturell organisatorisch aufstellen“. Die neue Regierung solle einen „Nationalen Aktionsplan“ entwickeln, damit diese und andere Forderungen umgesetzt werden. (red)

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