Digitalkampagne „log in. berlin.“: Berlin bleibt eingeloggt

Die Werbekampagne „log in. berlin.“ ist bis heute eine der Wegbereiterinnen des Hauptstadt Hypes. Sie wirbt mit 285 Partnerunternehmen für den Digitalstandort Berlin und hat somit die Digitalisierung und den Mehrwert von Start-ups in den öffentlichen Fokus gerückt. Aber kann Berlin zu dem führenden Digitalstandort Europas werden? Geht für die Berliner Digitalwirtschaft auch 2018 „die Party weiter“?

Entscheidend ist vor allem auch ein Blick zurück: Der Grundstein für die heutige Start-up-Hauptstadt wurde mit der IT-Szene schon in den 90er Jahren gelegt. Erst 20 Jahre später wurden die Begriffe Digitalisierung und Start-ups allmählich relevant. Die Idee einer Werbekampagne kam auf und wurde 2012 als Kooperation von Politik und Wirtschaft realisiert. Der Kreis der Gründungspartner der Kampagne kann sich sehen lassen: Die Senatsverwaltung für Wirtschaft; Berlin Partner, der SIBB, die IHK Berlin und die Technologiestiftung. Zu den ersten Partnerunternehmen, die für den Digitalstandort Berlin warben, gehörten: Nokia, Telekom Innovation Laboratories (T-Labs), Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut und dotBERLIN. „Innovationstreiber und Vorreiter für neue Märkte und disruptive Technologien zu sein – dafür arbeiten wir eng mit einem Cluster an innovativen Partnern, öffentlichen Einrichtungen und Medien zusammen. Berlin als eines der spannendsten Technologiezentren ist dafür ein hervorragender Ort“, so Jürgen Müller, Chief Innovation Officer von SAP, jüngstes Mitglied in der Riege der Kampagnenpartner.

Der Kampagnenkoordinator von
der Senatsverwaltung für Wirtschaft,
Sebastian Askar | Foto: log in. berlin

Gerade stehen die Chancen für Berlin nicht schlecht, dem Status einer Metropole gerecht zu werden und im internationalen Ranking aufzurücken. Allerdings seien nicht nur die Zahlen entscheidend, wenn der Digitalstandort Berlin mit anderen europäischen Hotspots verglichen wird, gibt Sebastian Askar, Kampagnenkoordinator bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, zu bedenken. Zwar sei der Brexit kein Anlass zur Freude, aber dennoch ein Manko für den Digitalstandort London, gerade im Bereich FinTech.

In den letzten Jahren hat sich Berlin dagegen gut etabliert. Zwar ist Frankfurt am Main per se der führende Finanzplatz Deutschlands, allerdings sind dort weniger FinTech-Unternehmen vertreten als es vermuten lässt. „Berlin kann schon als FinTech-Hauptstadt Deutschlands bezeichnet werden“, folgert Askar. Auch hier wird sich der Brexit bemerkbar machen und könnte im FinTech Bereich der Hauptstadt für zusätzlichen Aufwind sorgen. Das liegt vor allem an den wirtschaftlichen Voraussetzungen, dem noch vorhandenen Platz für Wachstum. Für Start-ups und KMUs (kleine- und mittelständische Unternehmen) sind die wirtschaftlichen Konditionen in Berlin noch vertretbar. Das Preis-Leistungs-Verhältnis macht sich insbesondere bei Fachkräften aus dem Ausland bemerkbar. „Da ist Berlin perspektivisch schon ganz gut aufgestellt“, so Askar.

Erfolgreiche Kampagne „log in. berlin.“ geht nach 5 Jahren weiter

Die Kampagne engagiert sich mit ihren Partnerunternehmen, überwiegend mittelständische Unternehmen, dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt. Dazu dient die aktive Repräsentanz der Partner auf in- und ausländischen Fachmessen in der Branche. Hinter „log in. berlin.“ verbirgt sich seither eine Plattform mit einem klaren Ziel: „Die Welt gemeinsam neu gestalten. In der IT. In Berlin.“

Aktuell befindet sich die Hauptstadt in Aufbruchstimmung. „Die Party geht vielleicht wirklich langsam zu Ende“, gibt der Kampagnenkoordinator Askar zu bedenken. Genauer gesagt: Die Zeit der Ideen ohne konkretes Geschäftsmodell ist zu Ende. Start-ups ohne nachhaltige und ernsthafte Konzepte werden sich nicht langfristig etablieren können. „Aber entscheidend ist, was bleibt“, ergänzt Askar. Bestand haben wird die neue Technologie, die das wirtschaftliche Fundament von Unternehmen grundlegend verändert. Eigentlich geht es jetzt erst so richtig los. (lj)

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