Baustart des Überflieger Projekts Tower THF

Der Startschuss für das Projekt Tower THF ist bereits gefallen!

Auf dem Tempelhofer Damm wurde am 23. August feierlich die Förderplakette „Nationales Projekt des Städtebaus“ übergeben. Darüber hinaus enthüllte Bundesbauministerin Barbara Hendricks zusammen mit Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher, dem Bezirksstadtrat von Tempelhof-Schöneberg Jörn Oltmann und der neuen Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH das Baustellenschild für das Projekt Tower THF.

V. l. n. r K. Lompscher, B. Hendricks, J. Heim-Wenzler und J. Oltmann

„Der Flughafen Tempelhof hat eine prägende städtebauliche Bedeutung für Berlin und eine Präsenz, die weit ausstrahlt. Es ist eine große Aufgabe, dieses riesige Gebäude Schritt für Schritt zu öffnen, es stärker in sein Umfeld einzubinden und sukzessive zu einer Brücke zwischen der Stadt und dem Tempelhofer Feld zu entwickeln. Das Projekt Tower THF ist ein erster Schritte, mit dem wir die Potenziale dieses besonderen Ortes freilegen und die Berlinerinnen und Berliner wie auch Gäste aus aller Welt begeistern möchten“, sagt die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher.

Neben der Freifläche soll nun auch das imposante Gebäude zum Touristenmagnet werden

Dazu soll es städtebaulich in den nächsten zwei Jahren angepasst werden und so zu einem Ort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft werden. „Der Umbau des Bauteils erfolgt auf der Grundlage des Denkmalpflegeplans und hat Modellcharakter für das gesamte Gebäude“, so die Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH, Jutta Heim-Wenzler. Besucher können nach dem Umbau aus dem verglasten Tower einen spektakulären 360-Grad-Blick über Berlin und das Tempelhofer Feld genießen. Darüber hinaus soll noch eine 60.000 Quadratmeter große Dachgalerie geschaffen werden. Diese kann dann über das 1,2 km lange Dach betreten werden. Die Architekten planen sogar noch eine weitere Galerie im rückwärtigen Bereich des Daches (Laubengang). Allerdings wird das Konzept dazu derzeit noch erstellt. Bis Ende 2019 werden erst einmal der Kopfbau West und der ehemalige Tower denkmalgerecht saniert und barrierefrei umgebaut. Allerdings werden sich die ersten Besucher noch bis 2020 gedulden müssen.

Übergabe der Förderplakette; v. l. n. r K. Lompscher, B. Hendricks, J. Heim-Wenzler und J. Oltmann

„Die Öffnung des Flughafengebäudes Tempelhof ist ein hervorragendes Beispiel für die mit dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ verfolgten Ziele. Über die touristische Bedeutung hinaus vermittelt es einen Einblick in die historische Dimension der Flughafennutzung und erlaubt die Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte. Architektur, Denkmalschutz und innovative Konzepte für den Städtebau gehen hier Hand in Hand“, so Bundesbauministerin Hendricks.

Zukunftsinvestitionsprogramm „Nationale Projekte des Städtebau“

Das Bauvorhaben wird im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ durch den Bund unterstützt. Insgesamt beträgt die Förderung rund 6 Millionen Euro, wovon 2 Millionen aus den Mitteln des Landes Berlin bestehen. Bauherrin und Betreiberin des Projekts Tower THF ist die Tempelhof Projekt GmbH. Geplant werden die Baumaßnahmen vom Wettbewerbs Preisträger der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Im letzten Jahr überzeugte das schweizerische Büro :mlzd den Senat in dem ausgeschriebenen Wettbewerb zur Nutzung des ehemaligen Towers.

Der Tower im Panoramablick

Langfristig ist auf dem ehemaligen Flughafengelände ein Berlin Creative District geplant, der Raum für Wirtschaft, Kunst und Kultur bieten soll. Noch bleiben das allerdings Visionen, deren Umsetzung mit der Höhe der Fördermittel stehen und fallen wird. (lj)

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