Ausnahmekünstlerin begeistert Besucher der Magic Beans Gallery

Die Künstlerin Claudia Chaseling eröffnet eine neue Ausstellung in Berliner Magic Beans Gallery und in der Richard Taittinger Gallery in New York

Mit ihrer Show SITE-MUTATIVE PAINTING in der Magic Beans Gallery in Berlin Mitte weckte Claudia Chaseling am 11. September das Interesse einiger internationaler Sammler. Trotz der gerade stattfindenden Berlin Art Week und zahlreichen anderen Vernissagen, war die Ausstellungseröffnung sehr gut besucht. Fast zeitgleich, allerdings mit 5 Stunden Zeitverschiebung, wurde in der renommierten New Yorker Richard Taittinger Gallery eine weitere Show mit Werken von Claudia Chaseling eröffnet (Group exhibition „experimental BERLIN“).

Claudia Chaseling zeigte sich bei der Eröffnung positiv überrascht vom Berliner Publikum: „Berlin wurde in den letzten Jahren immer wieder als Kunststandort fast bemitleidet, denn anders als in New York haben es Galerien und Künstler hier oft schwer. Der heutige Abend zeigt aber, dass Kunst in Berlin durchaus wahr und wichtig genommen wird.“ Bis zum 5. November können die sich die Besucher noch an den Werken der Künstlerin in der Magic Beans Gallery erfreuen. Zusätzlich wird sie dort am 23. September ihr Buch zur Malerei, „Spatial Painting“, vorstellen.

Ihre Werke verbinden  raumgreifende Malerei unterschiedliche Werkstoffe wie Ölfarbe, Eitempera oder auch Aluminium. Wagemutig und ohne Scheu nimmt sie sich künstlerisch auch großen Themen an. „Meine Malerei benutzt Strukturen, die chaotisch anmuten aber regelmäßig auftreten“, äußert sich die Künstlerin selbst über ihre Arbeiten.

Chaseling, die in München geboren ist, verbindet mit der Hauptstadt einen Teil ihrer künstlerischen Laufbahn. Sie studierte an der Universität der Künste in Berlin und machte bei Professor Marwan Kassab-Bachi den Meisterschülerabschluss, um dann anschließend an der School of Arts der Australian National University in Canberra nach ihrem Masterabschluss zu promovieren. Nun kehrte die Ausnahmekünstlerin mit ihrer Show zu ihren künstlerischen Wurzeln nach Berlin zurück.

„Die Arbeiten von Claudia Chaseling sind geprägt von einfühlsamen Zweifel an unserer Gesellschaft und einfühlsamer Phantasie. Diese Kluft wird nicht geschlossen und es entsteht keine vordergründige Harmonie. Die unvermuteten Sehbewegungen zeigen die Fragilität unserer Selbst sowie unserer Gesellschaft. Die malerischen Transformationen entstehen nicht aus kühler Betrachtung oder Vivisektion, eher sind sie riskante Verpflichtung, verbürgende Antwort“, so die Kunstexpertin Dorothée Bauerle-Willert, Kuratorin und Kunsthistorikerin.

Auch der Galerist und Gründer von Magic Beans, Christian Efremidis, zeigte sich begeistert von der aus München stammenden Künstlerin: „Mit Claudia Chaseling haben wir eine Künstlerin gewonnen, die die Instabilität des Lebens, die brüchigen Wahrheiten zeigt und mittels vieler Schichtungen das große Thema Veränderung als Chance thematisiert.“

Seit 2016 präsentiert Magic Beans die Werke junger internationaler Künstler. Für Efremidis ist der Galeriename auch Programm, denn die Künstler werden wie kostbare „magic beans“ behandelt und sollen sich frei ihrem künstlerischen Schaffen widmen können. Mittlerweile stellt die Galerie u.a. auf der Contemporary in Istanbul sowie der Volta in New York und Basel aus. (lj)

 

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