Aufge“trump(f)t“: Reaktionen zur US Wahl

Jetzt haben alle Angst. Nach dem überraschenden Wahlsieg von Donald Trump jagt eine Negativschlagzeile die nächste. Wir haben einige Reaktionen gesammelt und fangen mit Berlin an:

Trump und Berlin:
Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB): 
„Die Vereinigten Staaten sind für die Hauptstadtregion extrem wichtig. Die USA sind der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt für die Produkte der Berliner Industrie. Die Handelspolitik unter dem neuen Präsidenten ist deshalb für uns von zentraler Bedeutung. Eine Abschottung der USA wäre auf beiden Seiten des Atlantiks schädlich. Wir hoffen, dass sich Donald Trump klar zu offenen Märkten und zu Freihandel bekennt. Denn der Welthandel braucht dringend neue Impulse.

Die Unternehmen setzen nun darauf, dass Donald Trump schnell ein wirtschaftspolitisches Konzept vorlegen wird. Die deutsche Wirtschaft als ein wichtiger Partner Amerikas braucht Klarheit darüber, wie es konkret weitergehen soll. Verunsicherung über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen kann niemand gebrauchen.“

 Trump und Deutschland:
Angela Merkel: „Wer dieses große Land regiert, mit seiner gewaltigen wirtschaftlichen Stärke, seinem militärischen Potenzial, seiner kulturellen Prägekraft, der trägt Verantwortung, die beinahe überall auf der Welt zu spüren ist“. Deutschland und die USA seien durch Werte verbunden und auf dieser Basis bietet sie Trump eine Zusammenarbeit an.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier: „Ich will nichts schönreden, vieles wird schwierig. Wir müssen uns darauf einstellen, dass die amerikanische Außenpolitik für uns weniger vorsehbar wird“

DIW-Präsident Marcel Fratzscher: „Die deutsche Wirtschaft wird die mit einem Präsidenten Trump verbundenen Herausforderungen voraussichtlich gut meistern. Deutsche Unternehmen sind weltweit breit aufgestellt, wettbewerbsfähig und flexibel“.

Trump und die EU:
EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker möchten ein schnelles Treffen initiieren: „In diesen Tagen ist es wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken“, schreiben sie mit Blick auf den Klimawandel, den Kampf gegen den Terror und die Flüchtlings- und Ukraine-Krise. Ein EU-USA-Gipfel würde es erlauben, die Weichen für das Verhältnis in den nächsten vier Jahre zu stellen.“

Trump und der BREXIT:
Theresa May, britische Premierministerin: “Britain and the US have an enduring and special relationship based on the values of freedom, democracy and enterprise. We are, and will remain, strong and close partners on trade, security and defence. I look forward to working with president-elect Donald Trump, building on these ties to ensure the security and prosperity of our nations in the years ahead.”

Schlagzeilen der internationalen Presse:

  • Berliner Morgenpost: „Donald Trump ist Präsident der Wut-Bürger“
  • Times (Großbritannien): „Trump für Amerikaner das kleinere Übel“
  • El País (Spanien): „US-Wahlen die wichtigsten des Planeten“
  • Le Figaro (Frankreich) „Schäden des US-Wahlkampfes sind immens“
  • La Stampa (Italien): „Ein Hurrikan der Unzufriedenheit“
  • Iswestija (Russland): „Trump trotzt allen Widerständen“
  • Der Standard (Österreich): „Wie ein böser Traum“

Trump und der Vatikan:
Der Vatikan appelliert an Trump, sich für den Frieden einzusetzen. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sagte im Radio Vatikan, „man werde die Regierung Trumps ins Gebet einschließen“, damit „Gott ihn erleuchte“.