Andrej Holm: Gefährlicher Realitätsverlust

Kommentar

Gefährlicher Realitätsverlust

Dieser Eindruck entsteht, wenn der linke Stadtsoziologe und verhinderte Staatssekretär für Wohnen Andrej Holm seine Vorstellungen über Wohnungsbau in Berlin zum Besten gibt – wie vor kurzem im Maxim Gorki Theater beim „Freitag Salon“.

Offenbar leidet er an einer ideologisch bedingten Erkenntnisschranke über die Rolle privater Investoren im Wohnungsbau. Anders ist es nicht zu erklären, dass seine Vorschläge zum Umgang mit Baugrundstücken, Wohnhäusern und Investoren nicht nur bar jeder Realität sind, sondern vor allem dazu dienen, Berlins Ansehen als Metropole und Hauptstadt den Garaus zu machen.

Wer Investoren ernsthaft mit Enteignungen in einem abschreckenden „Programm der Sozialisierung des Wohnens“ drohen will, dem kann das Wohle Berlins nicht am Herzen liegen. Das Ergebnis auch nur des öffentlichen Nachdenkens über derlei Maßnahmen würde dem Standort Berlin in allen Belangen massiv schaden. Aber nicht nur das: Das eigentliche Problem – die Bewältigung der Wohnungsfrage – bliebe ungelöst und würde sich sogar weiter zuspitzen, mit allen negativen Folgen für die Stadt. Den größten Schaden dabei hätten am Ende die, als deren Unterstützer er sich geriert.

Wohnungsbau in einer Stadt wie Berlin kann allein auf dem Weg der Zusammenarbeit kommunaler und privater Wohnungswirtschaft nachhaltig funktionieren. Erfreulicherweise hat sich die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, mehrfach zu einer solchen Zusammenarbeit bekannt und betont, dass angesichts der Aufgaben private Investoren unverzichtbar sind.

Es bleibt zu hoffen, dass sie die guten Ansätze in diese Richtung weiterentwickelt und nicht etwa auf Andrej Holm hört, der die Fraktion der Linken im Abgeordnetenhaus berät.

Seine Ratschläge sind berlinfeindlich.

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