ACCENTRO Real Estate AG: Wohneigentums-Report 2017

Die ACCENTRO Real Estate AG stellt ihren alljährlichen Wohneigentums-Report vor. In einem Zehnjahresvergleich lässt sich die größte Preissteigerung in Berlin und eine herausragende Position Leipzigs bei den Verkäufen verzeichnen. Im Jahr 2016 wurde erneut ein Umsatzrekord in den deutschen Großstädten erzielt: insgesamt stieg der Gesamtumsatz von 28,5 Milliarden Euro auf einen Umsatz von 30,87 Milliarden Euro. Dies bedeutet ein Plus von 7,13 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. Die Anzahl der Verkäufe hingegen stagniert. In den 82 untersuchten Großstädten wurden insgesamt 135.551 Bestands- und Neubau-Eigentumswohnungen verkauft. Damit ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 851 Verkäufe leicht gesunken. Drei der Top-7-Standorte – Berlin, Köln und Stuttgart – verzeichnen sogar eine negative Entwicklung.

Überregulierung und Angebotsverknappung verantwortlich

Laut des Reports wurden in der deutschen Hauptstadt bei Weitem die meisten Verkäufe von allen deutschen Metropolen getätigt, aber wegen der politischen Überregulierung sank im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der Verkäufe um 7,42 Prozent. „Die negative Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Köln ist ein deutliches Zeichen für eine zunehmende Angebotsverknappung“, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand der ACCENTRO Real Estate AG.

Die Anzahl der Baugenehmigungen ist zwar im Jahr 2016 bundesweit um 21,6 Prozent gestiegen, doch in den ersten Monaten 2017 waren die Zahlen wieder rückläufig. Insbesondere die Zahl der Genehmigungen für neue Wohnungen durch Um- und Ausbaumaßnahmen haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,5 Prozent abgenommen.

Preisdynamik im Zehnjahresvergleich

Die mit Abstand größten Preissteigerungen in den letzten zehn Jahren gab es laut des Wohneigentums-Reports  in Berlin: Der Durchschnittspreis je verkaufter Wohnung ist demnach seit 2006 um 160,26 Prozent gestiegen – so viel wie in keiner anderen deutschen Großstadt. Mit 5,64 Milliarden Euro hat sich der Umsatz mit Eigentumswohnungen am Berliner Immobilienmarkt seit 2006 beinahe verdreifacht.

Gesondert hervorzuheben ist die Stadt Leipzig. In der sächsischen Metropole haben sich die Verkäufe überaus dynamisch entwickelt. Im Jahr 2006 wurden 2.542 Wohnungen verkauft, 2016 waren es fast doppelt so viele mit 4.877 Wohnungen. Die Umsätze haben sich verdreifacht. „Leipzig hat eine herausragende Rolle am Markt für Eigentumswohnungen. Sie ist beliebt bei jungen Leuten wegen der attraktiven Lebenshaltungskosten  und einer sehr lebendigen Kultur- und Uniszene sowie der hervorragenden wirtschaftlichen Entwicklung“, erklärt Mingazzini.

Im Zehnjahresrückblick dominieren drei ostdeutsche Städte die Verkaufsentwicklung: Leipzig, Erfurt und Rostock. Dies ist ein Beleg für die langfristige Dynamik am ostdeutschen Wohneigentumsmarkt. In Rostock und Potsdam haben sich die Kaufpreise im Zehnjahresvergleich mehr als verdoppelt, in Dresden und Erfurt haben sie sich beinahe verdoppelt. Mit den Landeshauptstädten Magdeburg und Erfurt sowie Halle sind drei ostdeutsche Städte unter den Top 10 bei Verkaufsentwicklungen je 1.000 Einwohner. (red)

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