Medienboard präsentiert Bilanz 2016: „Made in Berlin-Brandenburg“ ist Weltmarke für Filme

Bilder aus der Hauptstadtregion bewegen! Mehr denn je sind Produktionen für Kino, Fernsehen, Konsolen oder digitale Plattformen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. „Made in Berlin-Brandenburg“ ist eine Marke von Weltruf, die für ausgezeichnete Kinokunst, erfolgreiches Publikumskino, spannende HighEnd-Drama-Serien, innovativen Virtual-Reality-Content und für Deutschlands dynamischsten Gamesstandort steht. Filme, Games oder Serien sind nicht nur Kunst und Unterhaltung. Die Audiovisual Creative Industries sind eine Zukunftsindustrie, in der laut Medienindex 2017 Umsatz und Anzahl der Arbeitsplätze weiter wachsen.

2016 förderte das Medienboard Berlin-Brandenburg insgesamt 336 Projekte mit rund 32 Mio. Euro. Dadurch wurden Ausgaben in Höhe von mehr als 150 Mio. Euro in Berlin und Brandenburg ausgelöst, eine Steigerung von 15 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr! Mit 26,9 Mio. Euro unterstützte die Filmförderung 229 Film-, TV- und Serienprojekte, Verleih und Vertrieb sowie Festivalauftritte. Mit 5,3 Mio. Euro förderte das Medienboard 107 Projekte aus den Bereichen Innovative Audiovisuelle Inhalte und serielle Formate (1,8 Mio.) sowie Festivals, Preise oder Weiterbildungsinitiativen (3,5 Mio.) für Film- und Medienmacher.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke dazu: „Das Medienboard ist mehr denn je wichtiger medienpolitischer Impulsgeber und regionaler Wirtschaftsmotor! Neben der Filmförderung stehen auch digitale Entwicklung, Games, Multiplattform-Projekte und Virtual Reality im Mittelpunkt. Längst ist das Medienboard über die Ländergrenzen hinaus zu europäischer Bedeutung gewachsen.“

Wirtschaftseffekte durch Produktionsförderung und Tourismus

Mit rund 22,7 Mio. Euro förderte das Medienboard die Produktion von 104 Film- und Serienprojekten. Die schöne Folge: vollbeschäftigte Crews und Studios, ausgelastete Dienstleister, u.a. bei Handwerkern für den Kulissenbau, bei Visual-Effects-Firmen sowie auch in Hotel- und Gastronomiebetrieben. Allein im Bereich Produktionsförderung lag der Regionaleffekt bei 566% – Rekord! Das heißt: 1 Förder-Euro löste 5,66 Euro Investitionen aus. Filmregion und Serienhauptstadt sind auch attraktiv für Tourist*innen! Immer mehr Besucher*innen pilgern nach Berlin und Brandenburg, um sich (bei geführten Touren oder auf eigene Faust) Originalschauplätze anzusehen!

Drehtage-Rekord für den Film- und Serienstandort Nr. 1

An rund 5.000 Drehtagen packten Filmteams 2016 ihr Equipment aus – Rekord! Davon entstanden allein an 2024 Tagen vom Medienboard unterstützte Produktionen. So inszenierte Wim Wenders „Submergence“ u.a. in Studio Babelsberg. Der Romantik-Thriller feiert Anfang September beim 42. Internationalen Filmfestival Toronto Weltpremiere und eröffnet anschließend das Festival in San Sebastián. In Toronto wird auch Barbara Alberts Medienboard-gefördertes Kostümdrama „Mademoiselle Paradis“ (Licht) uraufgeführt. Über die Goldene Palme für die Medienboard-geförderte Gesellschaftssatire „The Square“ haben wir uns in Cannes 2017 gefreut – Ruben Östlunds Film entstand auch in der Hauptstadtregion. Detlev Buck kehrte im vergangenen Jahr für seinen 4. „Bibi und Tina“-Film nach Brandenburg zurück: Mit mehr als 1,6 Mio. Besuchern ist das Mädchen-Pferde-Abenteuer der bislang erfolgreichste deutsche Kinofilm 2017.

HighEnd-Drama-Serien „Made in Berlin-Brandenburg“

2016 gefördert und gedreht, 2017 auf den Screens: Ihre erfolgreichen Premieren haben Marvin Krens Neuköllner Gangsta-Saga „4 Blocks“ und Matthias Schweighöfers‘ Thriller-Serie „You are Wanted“ gefeiert. Und die 2. Staffeln folgen. Mit Spannung erwartet wird das Epos „Babylon Berlin“ von Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries, die ein halbes Jahr in der Außenkulisse von Studio Babelsberg drehten. Ab 13. Oktober läuft die Golden-Dirty-Twenties-Crime-Serie auf Sky – im Herbst 2018 in der ARD. Noch bis Ende Oktober dreht Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky den Endzeit-Mehrteiler „Acht Tage“ in Berlin. U.a. Mark Waschke, Christiane Paul, Fabian Hinrichs & Henry Hübchen versinken im Chaos, denn: Die letzten Tage der Menschheit sind angebrochen – im Rahmen der 1. Serie innerhalb der Kooperation zwischen Sky und Medienboard. Neben aufwändig produzierten HighEnd-Drama-Serien fördert das Medienboard auch spannende, innovative Serienformate für die unterschiedlichsten Webplattformen. Ganz frisch z.B. die Neuauflage des 70er-Jahre-TV-Klassikers „Pan Tau“ oder die Verfilmung der DDR-Comic-Reihe „Digedags“.

Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Filmförderung Medienboard Berlin-Brandenburg: „Berlin ist weltweit ein Sehnsuchtsort der Kreativen und die Hauptstadtregion selbst ein internationaler Film- und Serienstar geworden, deren Geschichten ein Publikum rund um den Globus fesseln! Überall wird hierzulande gedreht, und in der hiesigen Filmbranche herrscht Vollbeschäftigung. Filme sind nicht nur Kunst und Unterhaltung – die Audiovisual Creative Industries sind eine Zukunftsindustrie, die für beträchtliche Wirtschaftseffekte sorgt. Dazu trägt das Medienboard mit seiner Förderung entscheidend bei. Wir freuen uns schon auf die neuen Filme und Serien, die 2018 auf der großen Leinwand sowie auf Screens und Displays zu sehen sein werden!“

Sommerzeit ist Drehzeit 

Startschuss für neue Filme und Serien: Oscar-Preisträgerin Caroline Link hat in Berlin-Mitte soeben die Hape-Kerkeling-Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft“ verfilmt. Detlev Buck dreht ab September u.a. mit Frederick Lau und Kostja Ullmann eine Komödie über Vierbeiner und ihre Menschen: „Wuff“. Gleich bei zwei Projekten sitzt Til Schweiger im Spätsommer auf dem Regiestuhl: Er inszeniert eine Episode des u.a. mit Mickey Rourke und Keira Knightley international besetzten Films „Berlin, I love you“ und dann die Komödie „Klassentreffen“ (AT). Und Markus Goller lässt in „25 KM/H“ Lars Eidinger und Bjarne Mädel als ungleiches Bruderpaar auf Mofas durch Brandenburger Lande in die Hauptstadt tuckern. Ab Oktober dreht Andreas Dresen ein Porträt über den legendären ostdeutschen Liedermacher Gerhard „Gundermann“ und Michael Bully Herbig in „Der Ballon“ eine spektakuläre Ost-West-Fluchtgeschichte.

Die nächsten Kino-Highlights aus der Hauptstadtregion  gefördert und made in 2016  kommen jetzt auf die Leinwand: Sebastián Lelios Berlinale-„Teddy“-Gewinner „Eine fantastische Frau“ (7. September), Anika Deckers neue Komödie „High Society“ (14. September) und Franziska Meletzkys preisgekrönte Honecker-Satire „Vorwärts immer!“ (12. Oktober). (red)

 

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